Brandwunden und Frischhaltefolie

Schulsanitäter der Odenwaldschule Ober-Hambach lernen Grundlagen der Notfalldarstellung

 

Brandwunden und Frischhaltefolie – wie passt das zusammen? Der Schulsanitätsdienst der Odenwaldschule in Ober-Hambach kam dieser Frage im Rahmen eines kleinen Workshops mit dem Thema Notfalldarstellung des Jugendrotkreuzes Bergstraße auf die Spur.
Der Schulsanitätsdienst der OSO besteht aus 12 SchülerInnen und der Betreuerin und Krankenschwester Andrea Petermann. Sechs der Sanis sind ausgebildete Sanitätshelfer und als First Responder via Piepser direkt von der Leitstelle Bergstraße zu alarmieren, um schnell an Einsatzorten an der OSO oder in Ober-Hambach zu sein.
 
Um sich weiterzubilden bekamen die engagierten Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Notfalldarstellung. Der Stellvertretende Leiter der Notfalldarstellung Bergstraße Sebastian Weidner von der Ortsvereinigung Birkenau besuchte die Schulsanis für 2 Unterrichtsstunden.
Notfalldarstellung beinhaltet das realistische Darstellen und Schminken von Verletzungen und Krankheitsbildern. Dies kommt z.B. bei Übungen des DRK, der Feuerwehr, THW und DLRG zum Einsatz, damit die Einsatzkräfte die Übungen so realitätsnah wie möglich erleben können. Die Grundausbildung der Notfalldarstellung dauert 16 Unterrichtseinheiten, Fortbildungen werden auch angeboten.
Für die Schulsanitätsdienste ist die Notfalldarstellung eine tolle Möglichkeit ihre Praxisübungen spannender zu machen und auch die Wundanatomie besser zu verstehen. Zudem bringt es einen kreativen Spaßfaktor.
 
In dem 2 stündigen Workshop schminkte Sebastian Weidner zusammen mit den Schülern Brandwunden mithilfe von Frischhaltefolie, Vaseline und Fettfarbe – wobei die Frischhaltefolie die verbrannte, sich schälende Haut darstellt - um das Rätsel zu lösen.
Schnittwunden wurden mit Wachs, Wundmasse, Babypuder und Kunstblut modelliert.
Die Schüler waren begeistert wie echt die Wunden wirkten.

   

Text & Bilder: Katja Asel, Schulkoordinatorin JRK Bergstraße