Aus einer Idee hat sich eine bewährte Gruppe gebildet

Schulsanitätsdienst des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums präsentiert sich bei den Projekttagen

Zur Zeit nehmen 13 Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 11 des Alten Kurfürstlichen Gymnasium die ehrenamtliche Aufgabe des Schulsanitätsdienstes wahr. Während der Projekttage kontrollierten Sie zum Beispiel im gesamten Schulkomplex die Erste-Hilfe-Kästen auf Vollständigkeit und Haltbarkeit der Materialien. Auch wurde der Sanitätsraum durch die Schulsanitäter auf den neuesten Stand gebracht.

Die Schüler, die alle in der Vergangenheit einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, bildeten sich aber auch in dieser Zeit fort. So wiederholten sie wichtige Handgriffe anhand von Fallbeispielen. Natürlich durfte auch das Üben einer Reanimation nicht fehlen.

Den Schulsanitätsdienst am Alten Kurfürstlichen Gymnasium gibt es seit zwei Jahren. Die drei Schüler Melina Kampfmann, Jugendrotkreuz-Mitglied in Bensheim, Johannes Krafczyk und Christopher Ohlenmacher, beide Jugendrotkreuz Alsbach, hatten die Idee, einen solchen Dienst an ihrer Schule einzurichten. Schnell war auch Klaus Schuster als Betreuungslehrer gefunden. Nachdem gemeinsam Kontakt zum DRK Kreisverband Bergstraße e.V. aufgenommen wurde, fand ein Erste Hilfe Kurs in den Räumlichkeiten des AKG statt. Der damals von EH-Ausbilder Paul Christ durchgeführte Kurs war ein echter Erfolg. Weitere Schüler fanden Interesse am Dienst am Mitmenschen, so auch Felix Olsowski, der nun seit zwei Jahren zusammen mit dem Gründungsmitglied Johannes Krafczyk die Leitung des Schulsanitätsdienstes übernommen hat.

Auch um neue Mitglieder kümmern sich die Schüler. So haben sie beim aktuell stattgefundenen Erste-Hilfe-Kurs, der von der DRK-Ausbilderin Ute Fuchs geleitet wurde, Werbung für die ehrenamtliche Aufgabe gemacht. Acht neue Mitglieder konnten gewonnen werden, so dass im neuen Schuljahr Lehrer und Schüler des AKG von insgesamt 21 Schulsanitätern versorgt werden können.

Der Schulsanitätsdienst am Alten Kurfürstlichen Gymnasium findet hauptsächlich in den Pausen und bei Großveranstaltungen, wie z.B. die Bundesjugendspiele im Weiherhausstadion oder der Sportgala in der Weststadthalle statt. Hier haben die Jungsanitäter z.B. schon Verletzungen wie Spikes in einer Wade, Asthmaanfälle, Hyperventilationen oder Gehirnerschütterungen versorgt. Aber natürlich stehen sie auch im Schulhof zur Verfügung, wenn z.B. eine Schülerin zuwenig getrunken hat und Kreislaufprobleme bekommt. „Mein spektakulärster Einsatz war ein Nagel in einer Hand. Der Schüler hat sich an einen Baum angelehnt und sich dabei das rostige Metall in die Hand gebohrt.“, berichtet Johannes Krafczyk. Natürlich wurde die Fremdkörper-Verletzung durch die Schulsanitäter fachmännisch versorgt.

In den letzten zwei Jahren wurden ca. 40 Versorgungen durch den Schulsanitätsdienst am AKG durchgeführt. Kleinere Verletzungen, während der Unterrichtszeit, werden dankenswerter Weise durch das Sekretariat behandelt.
So sind hier die meisten Handgriffe das Kleben von Pflastern, Kühlen von Prellungen oder einfach nur Betreuen bei z.B. Bauchschmerzen.

Ein krönender Abschluss der Projekttage war die kleine Präsentation der Schulsanitäter. Vor den Augen von interessierten Lehrern, Eltern und Schülern zeigten die Schulsanis ihr Können bei einer kleinen Übung. Bei einem dargestellten Fahrradunfall, bei dem zwei Schüler ohne Schutzkleidung auf einem Rad gefahren sind, kam es zu einer Bewusstlosigkeit und einer weiteren Verletzten. Sowohl die lebensbedrohliche Situation mit der Bewusstlosigkeit, als auch das Versorgen einer Kopfplatzwunde und mehrerer Schürfwunden wurde optimal gelöst.

Michaela Jüllich, Jugendrotkreuz-Kreisleiterin, freute sich über das soziale Engagement der Schüler. Aus diesem Anlass überbrachte sie bei der Präsentation der Projekttage den Schulsanitätern zwei Erste-Hilfe-Taschen des Jugendrotkreuzes als Geschenk. „Euer Interesse anderen zu helfen ist etwas besonderes, dafür möchten wir uns bei Euch bedanken.“, so Jüllich.

Die Schüler der Alten Kurfürstlichen Gymnasiums treffen sich regelmäßig und besprechen z.B. die behandelten Verletzungen und die durchgeführten Einsätze und frischen durch Übungen ihren Erste-Hilfe-Kurs auf. Nach den Schulferien wird entsprechend der Stundenpläne der Schüler ein neuer Treffpunkt ausgemacht. Interessierte sind immer gerne gesehen.

Der Schulsanitätsdienst an der Bensheimer Einrichtung wird, wie an weiteren 14 Schulen im Kreis Bergstraße, vom Jugendrotkreuz betreut. Die Ausbildung der Schüler erfolgt auf Kosten des Roten Kreuzes. Dieses soziale Engagement kann im Zeugnis vermerkt werden und wird gerne von zukünftigen Arbeitgebern oder bei der Vergabe von Studienplätzen gesehen.

Text & Bilder: Ute Fuchs (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit DRK KV Bergstraße)