Was bedeutet Vielfalt? - JRK Kreiswettbewerb 2010

Stechen um Fahrt zum Landeswettbewerb

Professionelle Erste Hilfe, theoretisches Wissen, Umwelt-Besonnenes Handeln und Kreativität waren von den Jugendrotkreuzlern im Alter von 6 bis 27 Jahren gefragt. Sieben Gruppen in drei Altersstufen wurden in den Bereichen Erste Hilfe - Praxis und Theorie -, Rotkreuz-Bereich, Sozialer Bereich, Musisch-Kultureller Bereich, Freier Bereich, Sport und Spiel und für die älteste Stufe zusätzlich in Notfalldarstellung gefordert.

Schon die Kleinsten müssen drei Verletzte versorgen: Ein Betroffener mit einer Brandverletzung ersten Grades, ein Betroffener mit einer Fraktur des Beines und ein Betroffener mit einem Schock. Manch Erwachsender weiß sich hier nicht zu helfen, aber auch die jüngsten Jugendrotkreuzler meistern diese Aufgabe.

 
Aber nicht nur in der Ersten Hilfe waren die Kinder und Jugendlichen bei den altersgerechten Aufgaben gefordert. Die Grundsätze des Roten Kreuzes mussten z.B. ihren Bedeutungen in einem Memory-Spiel zugeordnet werde. Nicht so einfach wie es klingt, denn welche Beschreibung passt auf Universalität? Aber auch mit der Fragestellung „Vielfalt im JRK“ mussten sich die Kinder und Jugendlichen beschäftigen. Hier konnten z.B. die Teilnehmer der Altersstufe 2 ihre kreativen Möglichkeiten bei der Gestaltung eines Infoblattes für die Öffentlichkeit ausleben.

Doch nicht nur das praktische und theoretische Können mussten die JRKler unter Beweis stellen. Auch ihr Teamverhalten und Umgang unter Einander, ob die gesamte Gruppe mitarbeitet, der „Ruhige“ auch nach seiner Meinung gefragt wird, das alles hat auch einen hohen Stellenwert bei der Beurteilung der Leistung.

Koordination und Geschicklichkeit waren im Sport- & Spielbereich gefragt, die von der Jugendfeuerwehr Wald-Michelbach aufgebaut und betreut wurde.
Für die Verpflegung konnte die DRK Ortsvereinigung Wald-Michelbach gewonnen werden. Neben dem reichhaltigen Frühstück waren die Helferinnen und Helfer auch für das Mittagessen zuständig, denn nur gut gestärkt können Teilnehmer und Wertungsrichter einen anstrengenden Wettbewerbstag meistern.

Alle waren schon auf die Siegerehrung gespannt. Doch diese musste noch ein klein wenig auf sich warten lassen. In Stufe 3, die älteste Altersstufe, musste eine Stichaufgabe geklärt werden. Nur eine Gruppe darf in dieser Altersstufe für den Kreisverband am Landeswettbewerb teilnehmen. Die JRK-Gruppe aus Birkenau und Heppenheim hatten die gleichen Punkte erzielt.



Die Jugendrotkreuz-Gruppe aus Birkenau hat die entscheidende Aufgabe fehlerfrei in kürzester Zeit gelöst. Trotzdem war die JRK-Gruppe aus Heppenheim sehr zufrieden mit ihrem Ergebnis. Die Gruppe, die es vor zwei Jahren in der Altersstufe 2 (12 - 16 Jahre) bis zum Bundeswettbewerb geschafft hat, war dieses Jahr zum ersten Mal in der Altersstufe 3 gestartet. "Hauptsache nicht letzter, das war unser Motto.", so Daniela Eisenhauer, Leiterin des Jugendrotkreuzes Heppenheim. "Ich bin sehr stolz, dass meine JRKler eine so tolle Leistung gezeigt haben."

So war die Entscheidung sehr spannend, wer den Kreisverband Bergstraße e.V. beim Landeswettbewerb vom 11. – 13. Juni in Dillenburg vertreten darf. Dieses Jahr findet der Landeswettbewerb in den Altersstufen 2 und 3 statt. Die Platzierung in der Stufe 1 war vorab schon bekannt, hier trat Biblis konkurrenzlos an. In der Altersstufe 2 muss sich nun Bensheim auf den Landesentscheid vorbereiten. In der Alterstufe 3 konnte sich Birkenau gegen Heppenheim durchsetzten.

 

 

Zusätzlich zu den sieben JRK-Gruppen aus dem Kreisverband Bergstraße nahmen drei Gruppen aus dem Kreisverband Darmstadt-Stadt teil. In den Altersstufen 1 wurde hier kein Wettbewerb angeboten. Einzige Gruppe und somit Sieger der Stufe 2 war die JRK Gruppe aus Darmstadt-Eberstadt. In der Stufe 3 traten zwei Schulsanitätsdienstgruppen der Georg-Büchner-Schule an, die Siegergruppe wird ebenfalls im Juni nach Dillenburg fahren.

Abschließend bedankte sich Michaela Jüllich für die gesamte JRK-Kreisleitung bei allen beteiligten Helfern. Eine große Anzahl an Wertungsrichtern wird jedes Jahr benötigt, um in den zwei Parcours und den drei Altersstufen die Aufgaben zu bewältigen. Bei jeder Aufgabe werden mindestens zwei Schiedsrichter benötigt. Weiterhin bedankte sich Michaela Jüllich bei der ausrichtenden Ortsvereinigung Wald-Michelbach und deren vielen Helfern.

 

Bildergalerie

 

Die Platzierungen des Wettbewerbs im Einzelnen sind den Ergebnislisten zu entnehmen:

Ergebnisliste Stufe I Ergebnisliste Stufe II Ergebnisliste Stufe III

 

Text: Ute Fuchs (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit DRK KV Bergstraße)
Bilder: Oliver Fuchs (JRK Fürth) & Jürgen Bunscheit (JRK Birkenau)