Schulsanitätsdienst stärkt Schüler und Schule

Schulsanitätsdienst-Betreuungslehrer und -OV-Ansprechpartner treffen sich und tauschen sich aus

Dreizehn Schulen und deren Schulsanitätsdienst (SSD) werden zur Zeit vom Jugendrotkreuz des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Bergstraße e.V. betreut. Zum Jahresabschluss wurden die Betreuungslehrer und die jeweiligen Jugendrotkreuz-Ansprechparter zur einen offenen Austausch in den DRK Kreisverband Bergstraße e.V. eingeladen.
Sieben der dreizehn Schulen sind dem Aufruf gefolgt. Sowohl langjährige, als auch ganz“ junge“ Schulsanitätsdienst-Betreuungslehrer sind gekommen. So konnte die Vorstellungsrunde der einzelnen Schulsanitätsdienste den Neulingen einen Einblick geben, in welche Richtung sie sich orientieren können. Es hat sich gezeigt, dass an allen Schulen die Einrichtung eines SSDs von den Schulleitungen sehr begrüßt wurde, aber nur fünf der sieben anwesenden Lehrer Debutatstunden bekommen.

Die Vorstellungsrunde zeigte, dass die Art der Alarmierung an einigen Schulen aufgrund z.B. baulicher Gegebenheiten schwierig ist. Auch die Ausbildung der Schüler in Erster Hilfe war ein großes Thema. „Die Kosten der Erste-Hilfe-Ausbildung des Schulsanitätsdienstes werden vom Jugendrotkreuz übernommen.“, so Michaela Jüllich, Leiterin des Jugendrotkreuzes Kreisverband Bergstraße e.V.. Die Teilnehmergebühr bei einem Erste-Hilfe-Kurs beträgt regulär 35€ pro Person. Jüllich konnte erfreulicher Weise berichten, dass die stellvertretende Kreisleiterin des Jugendrotkreuzes und hauptamtliche Sachbearbeiterin des SSDs Ute Fuchs die Ausbildung zur Erste-Hilfe-Ausbilderin erfolgreich absolviert hat. So ist es nun einfacher, den Schulen ein Erste-Hilfe-Kurs während der Schulzeit anzubieten.

Der stellvertretende Jugendrotkreuz-Kreisleiter Dietmar Knapp stellte die Notfalldarstellung vor. Bei der Notfalldarstellung sind Rotkreuz-Mitglieder darin ausgebildet, Notfälle, wie z.B. Unfälle, realistisch zu schminken, darzustellen und entsprechend der geleisteten Erste-Hilfe-Maßnahmen zu reagieren. So kann z.B. auch mal mit „Verletzten“ geübt und vorab geschaut werden, wie die Schüler mit einer solche Stresssituation umgehen.
Aufgrund einer Nachfrage, ob Schulsanitäter auch die Ehrenamtscard des Kreises Bergstraße erhalten, machte sich die Jugendrotkreuz Kreisleitung stark und erreichte im Nachgang zu dem Treffen, dass zukünftig auch Schulsanitäter diese Anerkennung für ihr Engagement erhalten.

Aufgrund des regen Interesses sind für das kommende Jahr weitere Treffen geplant.
Das Jugendrotkreuz empfiehlt die Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes ab der siebten Klasse. Ein SSD hat drei wichtige Aspekte: Sozialer, pädagogischer und praktischer Aspekt. Das Verantwortungsgefühls und die Hilfsbereitschaft unter den Schülern werden gesteigert, das soziale Klima in der Schule verbessert sich. Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft unter den Schülern werden gefördert. Auch kann Schulsanitätsdienst gewaltpräventiv sein, denn wer Verletzungen kennt, wird nicht zuschlagen. Schüler berichten von positiver Verstärkung durch die Erfahrung gebraucht zu werden und Gelerntes praktisch anwenden zu können.

Neben der Förderung der Selbstständigkeit der Schüler ist die Steigerung der Unfallverhütung und der Sicherheit an Schulen ein wichtiger Aspekt. Schulsanitäter können für die Instandhaltung und Verwaltung der Sanitätsmaterialien und des Sanitätsraumes sorgen, aber auch die Schulleitung auf Gefahrenquellen in der Schule aufmerksam machen.

Für Fragen zum oder zur Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes steht Sachbearbeiterin Ute Fuchs unter 06252-700443 zu den regulären Öffnungszeiten des DRK Kreisverband Bergstraße e.V. zur Verfügung.
 

Text & Bild: Ute Fuchs (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit DRK KV Bergstraße)