Anerkennung für Zivilcourage

DRK Kreisverband Bergstraße übergibt automatisierten externen Defibrillator (AED) an Schulsanitätsdienst der Geschwister-Scholl-Schule

35 Scholl-Schulsanitäter und Lehramtsreferendar Thomas Rech freuten sich über den Besuch der Vertreter des DRK Kreisverband Bergstraße e.V. Der erste Vorsitzender Matthias Wilkes, die Leiterin des Jugendrotkreuz Michaela Jüllich und die Kreisgeschäftsführung Anette Koch überbrachten der Geschwister-Scholl-Schule ein besonderes Geschenk, ein automatisierten externen Defibrillator.

Beim Schulsanitätsdienst wird besonders die Teamfähigkeit und das soziale Engagement gefördert. Die Schülerinnen und Schüler können ihr in der Schule erlerntes Wissen auch auf ihren Alltag übertragen und sind dadurch in der Lage auch in Notfallsituation außerhalb der Schule Zivilcourage zu zeigen. Dies bewiesen die von Schulleiter Dieter Zangmeister liebevoll genannten Scholl-Sanis. Sie halfen einem bewusstlosen Mitschüler auch nach der Unterrichtszeit und legten so vor einer großen Anzahl an schaulustigen Schülern und Eltern Zivilcourage an den Tag.

Als Anerkennung für dieses hervorragende Engagement überreichte Matthias Wilkes den Defibrillator. „Er ist sehr einfach zu bedienen, denn das Gerät sagt einem genau, was man machen muss.“, so Wilkes, der auch ein solches Gerät in seinem Dienstfahrzeug hat. Die akustische Bedienerführung, die eindeutigen Leuchtsymbole und die Einknopf-Bedienung erleichtern es jedermann die notwendige Hilfe zu leisten.

Gegenüber Schnell eingeleitete Elektroschocks mittels eines Defibrillators (AED) erhöhen die Überlebenschancen nach einem Herzstillstand um bis zu 50 Prozent. Und nicht nur ältere Menschen leiden unter Herz-Störungen, immer mehr Jugendliche sind von diesem Problem betroffen. Jährlich sterben etwa 100.000 Menschen am plötzlichen Herzversagen, dass sind zwölf Mal mehr als tödlich Verunglückte im Straßenverkehr. Damit ist der plötzliche Herztod in Deutschland die Todesursache Nr. 1. Überall wo sich viele Menschen aufhalten – in Betrieben, Verwaltungen, Kaufhäusern, Sportstätten und auch Schulen– steigt das Risiko, dass sich darunter ein potentielles Herzstillstand-Opfer befindet.

Seit 2008 gibt es an der GSS einen Schulsanitätsdienst, der in Kooperation mit dem DRK KV Bergstraße arbeitet. Ausgebildet werden die (Scholl-)Sanis in Erste-Hilfe in einer AG und in einem WPU Kurs vom Lehramtsreferendar Thomas Rech, der schon während seines Studiums als Rettungssanitäter beim DRK arbeitete und mittlerweile auch zum Kreis der ehrenamtlichen Erste-Hilfe-Ausbilder des DRK gehört.

Der Schulsanitätsdienst an der GSS ist ein schulzweigübergreifendes Projekt, indem sowohl Haupt- und Realschüler als auch Gymnasiasten gemeinsam unterrichtet werden und zusammenarbeiten. Die Schulsanitäter sind auch während des Unterrichts einsatzbereit und können von den Sekretariaten im äußersten Notfall über Funkgeräte zu einem Einsatz gerufen werden. Neben dem alltäglichen Dienst, kommen sie auch bei offiziellen Schulveranstaltungen wie z. B. bei den Bundesjugendspielen oder bei Fußballturnieren zum Einsatz.

Weitere Informationen zum Schulsanitätsdienst erhalten Interessierte beim Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Bergstraße, Ute Fuchs Telefon 06252-7004-43.

Text & Bilder: Ute Fuchs (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit DRK KV Bergstraße)