Kreiscamp 2007 in Michelstadt

Am Mittag des siebten Septembers im Jahre 2007 hisste die Croix-Rouge Jeunesse mit ihrer fast hundertköpfigen Crew, bestehend aus mutigen Jungpiraten des Jugendrotkreuzes Bergstraße, die Segel gen Michelstädter Hafen, einem Außenposten des weitgehend unerforschten Kontinents namens Odenwald. Dort angekommen wurde der Piratennachwuchs sogleich mit einer Schatzsuche konfrontiert. Ohne den wertvollen Schatz, nämlich den Kajütenschlüsseln, bliebe der Zugang zu selbigen verwehrt. Als der Schatz gefunden wurde und die Leichtmatrosen ihre Kajüten bezogen hatten, ging es auch gleich in die Kombüse des Schwesterschiffs der Malteser-Freibeuter.

Am Abend schließlich begrüßten die Piratenältesten ihren Nachwuchs und einige Gäste vom DRK-Schiff mit einem Schaukampf und erklärten die anstehende Ausbildung zum Herrscher über die sieben Weltmeere für eröffnet. Diese begann gleich in der Früh am darauf folgenden Samstagmorgen. Nach einem auflockernden Ballspiel sorgten die Sprecher der Piratennachwuchsgruppen für anstrengende und abwechslungsreiche Aufgaben wie dem Laufen auf drei Beinen durch zwei Personen – man kann ja schon einmal für das Holzbein üben -, dem Tauchen nach Äpfeln und der Konstruktion eines schwimmfähigen Miniaturboots.
Als diese Aufgaben mit Bravour gemeistert waren, forderten Kapitänin Michaela Jüllich und Bootsmann Dietmar Knapp sowie Steuerfrau Ute Knapp noch einen künstlerischen Beitrag – das Piratenleben hat ja nicht nur seine Schattenseiten. Von Piratentänzen über -modenschauen bis hin zu einem Quiz wurde allerlei geboten.Nach diesem aufreibenden Tag wurde etwas Landurlaub gewährt, wo sich neue und alte Piraten zum Einbruch der Dunkelheit am Lagerfeuer trafen, sangen und Seemannsgarn sponnen. Am Sonntag war es dann bereits wieder Zeit, die Kajüten von Unrat zu befreien und die Croix-Rouge Jeunesse flott zu machen, um gegen Nachmittag wieder sicher in heimischen Gewässern einzulaufen.

Text: Thomas Rühl (OV Birkenau); Bild: Michaela Jüllich (Kreisleitung)