DRK-Jugendtag in Lorsch

Die ehrenamtlichen Helfer blieben fast alleine Lorscher DRK-Jugendtag in der Freizeitanlage am Sachsenbuckel litt unter Besuchermangel

Lorsch. "Wenn es darum geht, ehrenamtlich zu wirken, sind die Mitglieder des Roten Kreuzes immer vorne dran. Ich hoffe, dass die Bevölkerung dieses Wirken auch honoriert". Diesen Satz schrieb ein Besucher ins Gästebuch beim Jugendtag des Lorscher Roten Kreuzes in der Freizeitanlage am Sachsenbuckel. Erfüllt hat sich sein Wunsch im Laufe des Nachmittags allerdings nicht. Obwohl sich die verantwortlichen, insbesondere die Mitglieder des Lorscher Jugendrotkreuzes (JRK) und des JRK-Kreisverbandes Bergstraße viel Mühe gegeben hatten bei der Organisation, blieb das Besucherinteresse eher mager. Es war ein Fest für Erwachsene, Kinder und Jugendliche im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zum 75jährigen Bestehen des Lorscher Roten Kreuzes. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und auch das Wetter spielte mit. Bei einer Tombola gab es schöne Sachpreise zu gewinnen. Für Kinder war eine Malecke eingerichtet und auch schminken lassen konnten sie sich. Dabei fiel auf, dass die Buben sich lieber ein Tatoo auf den Arm malen ließen als das Gesicht in einen bunten Schmetterling oder eine Katze zu verwandeln. Eine sehr große und stabile Hüpfburg lud nicht nur Kleinkinder zum Toben ein. Reichlich war das Spielangebot, ob Beach-Tennis, Pedalo oder Stelzenlaufen, Geräte waren ausreichend vorhanden. Insbesondere das Hockeyspiel erfreute sich bei Kindern und Betreuern großer Beliebtheit. Pia Brunnengräber hatte ihre drei Esel mitgebracht und einige Kinder wagten sich auch, sie zu streicheln. Zwergmuli Mucki demonstrierte, dass er Limonade auch aus einem Becher trinken kann. Einen schweren Stand hatte der Zauberer "Mr. Be Magic" (Jens Gutmann aus Heppenheim). Die Kinder ließen sich so schnell kein X für ein U vormachen, wollten immer hinter die Karten schauen. Auch wenn er seiner Assistentin Jenny (Metz) mehrere Messer durch den Kopf stieß, der in einer silbernen Box steckte, wenn er sie in einer großen Kiste fesselte oder ihren Körper mit Metallplatten teilte, die Kleinen blieben misstrauisch. Nur bei dem Trick mit einer Miniguillotine waren sich die Buben nicht ganz sicher. Zweien von ihnen, die er als Assistenten auf die Bühne geholt hatte, demonstrierte er die Schärfe dieses Fallbeilmessers mit zwei Salatgurken. Den Arm durchstecken und ausprobieren, ob er auch abgehackt würde, das probierten allerdings nur zwei ganz Mutige. Die Jugend-Disco am Abend wurde mehr im internen JRK-Kreis durchgeführt als mit öffentlichem Publikum. Spaß gemacht hat es dennoch. Den offiziellen Jubiläums-Festkommers feiert das Lorscher Rote Kreuz am 22. September.

 

 

Text & Bilder: DRK Lorsch