JRK Pfingstzeltlager 2006

Fast pünktlich um 15 Uhr ging es am Freitag den 2. Juni los: Nachdem alle Taschen in die Busse eingeräumt waren, wurden diese auch gleich von den JRKlern bestiegen um die Fahrt nach Breuberg anzutreten. Nach knapp zwei Stunden Fahrtzeit war das Ziel auch schon erreicht. Zu Fuß und durch den Matsch, wurden, mit schwerem Gepäck, die letzten Meter zu den tags zuvor errichteten Zelten zurückgelegt. Nach dem Beziehen der Zelte und einem abendlichen Snack stand schon die offizielle Eröffnung des Pfingstzeltlagers, welches dieses Jahr unter dem Motto „die wilden 80er“ stand, auf dem Programm. Eine nachgestellte Tagesschau führte die Jugendrotkreuzler auf eine Zeitreise durch die 80er Jahre. Chronologisch geordnet wurde von Ereignissen wie dem Atomalarm in den USA, dem Grand Prix-Gewinn von Nicole, die Entdeckung der Titanic, dem Atomunglück in Tschernobyl oder dem Fall der Mauer berichtet und diese auch bildlich dargestellt. Danach folgte die Entzündung des Lagerfeuers, an welchem der Abend mit gemeinsamen Liedern und Gitarrenbegleitung ausklang.
Der zweite Tag in der Natur begann nach einem ausgiebigen Frühstück mit der Lagerolympiade. In Teams von vier bis acht Personen versuchten die JRKler sich Herausforderungen wie Teebeutelweitwurf, Schwammwerfen oder einem Liedergurgeln zu stellen. Das für im Anschluss an das Mittagessen angesetzte Dodgeballtunier musste aufgrund des schlechten Wetters leider ausfallen. Der verregnete Samstagnachmittag wurde somit größtenteils in den Zelten verbracht. Doch nicht tatenlos: Ein 80er-Jahre-Quiz mit nicht weniger als 34 teils recht kniffligen Fragen sollte beantwortet werden. Wer war 1984 Formel-1-Weltmeister? An welchem Tag fiel die Berliner Mauer? Nicht nur den recht jungen JRKlern zeichneten sich solche Fragen ins Gesicht, sondern auch den älteren. Nach einsetzen der Dämmerung wagten sich Groß und Klein auf zu einer Nachtwanderung. Die von Dietmar Knapp und Jan Hofmann erkundete Strecke erforderte eine Laufzeit von nicht weniger als 45 Minuten. Zurück im Lager angekommen, konnten müde Füße sich dann am Lagerfeuer bei einer Folienkartoffel mit Quark erholen. Nicht lange danach zollten die JRKler dem langen Tag Tribut und ließen sich in ihre Schlafsäcke fallen.

Nicht minder müde als nachts zuvor sahen sich die Camper sonntags vor der nächsten Herausforderung. Ein überdimensionales, von Gudrun Frehse erstelltes Halma-Spiel, lud drei Mannschaften à elf Mann dazu ein, vor den beiden anderen Teams die gegenüberliegende Ecke zu erreichen. Das Spiel wurde von den Gruppensprechern überwacht, welche auch die Idee des Spiels hatten.

Der Gruppe aus Wald-Michelbach gelang letztendlich der Sieg vor den Gruppen aus Birkenau und Heppenheim. Der weitere Verlauf ergab sich in sportlichen Aktivitäten, sowie einigen Völkerballspielen, bei welchen die Teams sich aus verscheiden OVs zusammenstellten. Als Gäste am Nachmittag fanden sich der stellvertr. Kreisbereitschaftsleiter Karl-Heinz Noe, sowie der ehem. Sachbearbeiter vom KV Herr Fritz Stopp mit Gattin  im Lager ein, und das Birkenauer JRK bekam Besuch vom Vorsitzenden der SPD Bernd Brockenauer.

Einen tollen Lagergottesdienst wurde von Herrn Pfarrer Differenz aus Lorsch durchgeführt. Neben den Fürbitten aus den einzelnen OV´s, beinhaltete die Predigt viel Interessantes aus unserer Arbeit beim Roten Kreuz. Nach dem Abendessen standen endlich die Siegerehrungen der Veranstaltungen des Vortags und die Dankesworte auf dem Programm. So bedankte sich die JRK-Kreisleitung beim Orgateam, das von Gruppenleitern aus allen teilnehmenden OV´s bestand und natürlich bei dem Malteser Hilfsdienst aus Heppenheim, die an den 4 Tagen für das komplette Lager gekocht haben.

Aufgrund des zu hohen Altersunterschieds belegte der Kochtrupp der Malteser außer Konkurrenz den ersten Platz, mit den meisten richtig beantworteten Fragen zu den 80er Jahren. Bei den JRKlern konnten die Lorscher mit dem besten Wissen über das besagte Jahrzehnt prahlen, dicht gefolgt von den Gruppen aus Birkenau und Heppenheim. Ebenfalls triumphierte Birkenau bei der Lagerolympiade – niemand fing beispielsweise so viele nasse Schwämme mit dem Eimer. Zu Klängen der 80er endete der Pfingstsonntag mit einer Disco – vor allem für die jüngeren Lagerteilnehmer bat sich hierbei, musikalisch gesehen, durchaus neues.

Für Frühstück und Körperpflege war am Montag, dem Tag der Abreise nicht viel Zeit. Sämtliche Zelte aller acht teilnehmenden Ortsvereinigungen mussten bis 12 Uhr mittags abgebaut und eingepackt werden. Nach der Verabschiedung durch die JRK Kreisleitung warteten am Ende des Zeltplatzes auch schon die Reisebusse auf die ca. 120 Lagerteilnehmer. Ein schönes, wenn auch leicht verregnetes Wochenende fand seinen Abschluss und alle JRKler konnten sich von den pfingstlichen Strapazen erholen, doch dabei schon die Vorfreude auf das Camp in Michelstadt im nächsten Jahr (welches übrigens im September stattfindet) genießen.

  


Text: Thomas Rühl (Birkenau) Bilder: Hans Jüllich (Birkenau) & Oliver Fuchs (Fürth)