"Jungsanis" sorgen für Sicherheit
Birkenau. (jh) Auch - oder vielleicht gerade - Kinder begreifen, wie schlimm es ist, einen Verletzten zu sehen und nicht helfen zu können.

Selbst, wenn es sich nur um eine Schürfwunde handelt: Was tun im Notfall?

Um in der Lage zu sein, in einem eben solchen spontan und effektiv zu handeln, wurde an der Langenbergschule das Projekt "Schulsanitätsdienst" ins Leben gerufen. 16 Achtklässler nahmen Ende Januar mit Begeisterung an einem Erste-Hilfe-Kurs teil, in dem die Basis für die künftige Arbeit der "Jungsanis" im Schulgebäude und auf dem Pausenhof gelegt wurde.

Nun wird es für die Schüler ernst: Am kommenden Donnerstag, 23. Februar, treffen sie sich in der siebten und achten Schulstunde zum ersten Mal in ihrer neuen und verantwortungsvollen Funktion. Betreuungslehrerin Claudia Fellenberg und Jugendrotkreuzleiterin Michaela Jüllich werden gemeinsam mit den Schülern ein Konzept für den Dienst ausarbeiten, dazu zählt unter anderem das Erstellen eines Einsatzplans.

Auch die Erörterung der Alarmierungsmöglichkeiten für den Rettungsdienst wird an diesem Tag erfolgen - schließlich muss nach der Erstversorgung durch die Schulsanitäter eine entsprechende weitere Behandlungen der verletzten Schüler oder auch Lehrer gewährleistet sein. Außerdem gilt es natürlich, einen eigenen Sanitätsraum mit Trage und Verbandsmaterial einzurichten. Ist an der Langenbergschule in Zukunft also Not am Manne: Der "Sani-Nachwuchs", ausgestattet mit entsprechenden Rettungswesten, wird zur Stelle sein.

Odenwälder Zeitung am 18.02.2006